Recommendation Engines

Eine Recommendation Engine, ein Empfehlungsdienst,  empfiehlt Anwendern im Internet interessante Produkte, Webseiten, Bücher oder Musiktitel. Wie ein Verkäufer im Ladengeschäft schlägt der Empfehlungsdienst weitere Einkaufsmöglichkeiten vor.

Empfehlungen können sich auf unterschiedlichste Produkte beziehen. Jemandem, der gerade einen bestimmten Musiktitel hört oder gekauft hat schlägt man einen passenden Titel vor. Eine Regel bestimmt dabei was das Recommendation System empfiehlt.

Eine solche Regel könnte zum Beispiel sein: Wenn jemand Bach hört, dann biete noch Beethoven und die Beatles an.

Ein gutes Recommendation System empfiehlt dabei Inhalte, die optimal auf die voraussichtlichen Wünsche der Besucher abgestimmt sind.

Empfehlungen

Das besondere an Recommendation Engines ist, dass sich der Verkäufer nicht alle Regeln selbst überlegen muss. Mit einem Sortiment von nur 10.000 Artikeln wäre man damit sicher überfordert.

Das Empfehlungssystem misst das Verhalten der Besucher auf einer Website und lernt daraus selbstständig die Regeln.

Wenn zum Beispiel häufig Jeans mit T-Shirts gekauft werden, dann lernt die Recommendation Engine, dass zu Jeans immer T-Shirts empfohlen werden sollten und zu T-Shirts werden wiederum Jeans empfohlen.

Das könnte ein ein mittelmäßiger Verkäufer auch und –  eventuell sogar besser als ein Computer.

Wozu also Recommendation Engines?

Im Online-Shop gibt es keine Verkäufer. Es gibt niemand, der eine Besucherin ansieht und ihr die Wünsche von den Augen abliest. Der Online-Shop selbst oder ein zugekauftes Empfehlungssystem muss daher die Beratung übernehmen.

Sobald der Shop mehr als eine Handvoll Produkte verkauft wird es unwirtschaftlich, dass sich die Besitzer eines Online-Shops alle Regeln selbst überlegen. Eine  Recommendation Engine ist wie ein äußerst günstiger ‚Mitarbeiter‘, der nie schläft sich laufend an die Gegebenheiten anpasst und Regeln erstellt, Produkte empfiehlt und damit die Umsätze steigert.

Die Shop-Besitzer gibt eventuell noch einige grundlegende Regeln vor und danach läuft alles automatisch. Zum Beispiel könnte eine solche grundlegende Regel sein: empfehle nie ein Produkt aus dem Bereich Damenmode zu einem Produkt aus dem Bereich Herrenmode.

Sind die grundlegenden Regeln erstellt wartet die Händlerin einfach ab, dass das System lernt. Nach kurzer Zeit wird Sie feststellen, dass Ihre Recommendation Engine immer bessere Empfehlungen ausspricht.

Ein gutes Recommendation System wird der Anwenderschaft eine Statistik zur Verfügung stellen. So können die Anwender feststellen, wie viel Ihre Recommendation Engine verkauft.

Die meiner Meinung nach beste Recommendation Engine – econda Cross Sell – kommt von econda, meinem Arbeitgeber(siehe Disclaimer). Hier der TV Spot:

Übrigens: Ich verdiene kein Geld mit dieser Website oder Links, die von dieser Seite ausgehen. Meine persönliche Meinung ist aber sicher nicht objektiv oder von meiner Mitarbeit am econda Cross Sell unbeeinflusst. Sehen Sie sich ruhig auch mal die anderen Lösungen an. Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen. Mich würde Ihre Meinung interessieren.

Übersicht Recommendation Engines

econda Cross Sell – Mein Favorit. Mehrere Jahre am Markt, laufend verbessert, beste Referenzen. Das System, das man haben will. Punkt.

Barilliance – increase sales and conversion rates by utilizing theirrich website personalization suite

searchperience – spezialisierter Suchanbieter, der auch Recommendations einblenden kann

epoq –  Spezialist für Prodktempfehlungen, beeindruckende Referenzen

fact-finder – eCommerce und Suchspezialist mit Recommendations

prudsys – Personalisierung von Online-Shops inkl. Recommendations

easyrec – open source recommendation engine

richrelevance – leistungsstarke Personalisierungsplattform

Adimpressions: Was die Publisher verschweigen

Zusätzliche Adimpressions steigern Ihren Umsatz nicht? Lesen Sie was Adimpressions wirklich sind und lernen Sie  mit Ihren Anzeigen Ihre eigenen Ziele zu verfolgen.

Adimpressions

Abkürzung: AI
Synonyme: Ad View, Ad Impression, (irreführend aber oft verwendet: Sichtkontakte, Einblendungen, Werbemittelkontakt)

Begriffsherkunft

Der Begriff Ad Impressionkommt ursprünglich aus dem Bereich der Printmedien. Dort gibt die Anzahl der Adimpressions darüber Auskunft, wie oft ein Werbemittel eingedruckt oder abgedruckt wurde. (Auflage x Anzahl des Erscheinens der Anzeige je Exemplar)

Adimpressions im Onlinemarketing

Im Onlinemarketing wird der Begriff Adimpression in ähnlicher Weise wie im Printbereich verwendet. Als Ad Impressionwird der Abruf einer Anzeige von einem Webserver bezeichnet.

Das heißt die Zahl der Adimpressions gibt Auskunft darüber, wie häufig ein Werbemittel im Internet verteilt wurde.

Interpretation der Kennzahl Adimpressions

Adimpressions gehören in den Bereich der technischen Kennzahlen, die keinen Rückschluss auf Besucherverhalten ermöglichen, sondern den Ablauf von teilweise automatisierten Prozessen beschreiben. Ad Impressionsind eine interessante Kennzahl für den Betreiber eines Ad-Servers. (ein spezieller Server, auf dem Werbemittel im Internet zur Verfügung gestellt werden).

Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Anzeigen vom Ad-Server geladen wurden und damit auch indirekt über die Last des Ad-Servers.

Ad Impressionwerden auch dann gezählt, wenn ein Computerprogramm, z.B. ein Robot, Proxy oder Spider die Anzeigen abruft.

Adimpressions werden ebenfalls gezählt, wenn eine Anzeige außerhalb  des sichtbaren Bereichs einer Website positioniert ist und nur wenige Besucher jemals überhaupt die Chance hätten in Kontakt mit der Anzeige kommen.

Selbst wenn eine Anzeige sichtbar ist, ist keinesfalls klar, dass sie von einem Besucher der jeweiligen Website wahrgenommen wird. (Banner Blindness: Anwender ignorieren unbewusst alles was nach einem Banner aussieht)

Eine Adimpression bedeutet nicht, dass

  • die Anzeige auch wirklich jemandem angezeigt wurde
  • die Anzeige im sichtbaren Bereich einer Website positioniert ist
  • die Anzeige von Menschen wahrgenommen wird
  • die Anzeige von Menschen beachtet wird
  • die Anzeige von Menschen erinnert wird
  • die Anzeige einen Menschen beeinflusst

Wichtig:

Die Kennzahl Adimpressions gibt keine Auskunft darüber, wie viele tatsächliche oder durchschnittliche Werbemittelkontakte ein menschlicher Besucher hatte. Adimpressions geben nicht den realen Werbemittelkontakt an.

Die Anzahl der Adimpressions gibt zudem keine Auskunft über die Effektivität einer Anzeige.

Für Marketing-Professionals sollte diese Kennzahl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Der Erfolg einer Anzeige ist ausschlaggebend, nicht die Anzahl der mehr oder oft auch weniger nützlichen Einblendungen! Verkäufer von Anzeigenplätzen in Online-Medien sehen das natürlich anders. Doch diese haben und verfolgen eigene Interessen.

Solange Server, Browser und Automaten nicht einkaufen, sondern nur richtige echte Menschen, ist es für Werbetreibende sinnvoll sich um Menschen zu kümmern, nicht um maschinelle Abrufe von Werbemitteln. Das selbe gilt für Robots, Proxies, Spider und andere Computerprogramme.

Merke:
Die für Marketing-Professionals relevante Wirkung einer Anzeige auf einen zwischengeschalteten Computer ist und bleibt gleich NULL.

Es geht immer um Menschen!

Marketing-Professionals sind nicht der Freund des Anzeigenverkäufers, sondern seine Einnahmequelle, seine ‚Beute‘.

Erfolgreiche Marketeers verfolgen ihre eigenen Ziele! Sie gestalten und positionieren ihre Anzeigen effektiv. Sie testen den Erfolg ihrer Anzeigen. Sie investieren nur dann, wenn sie einen Gewinn erwarten können.

Tipps zum konkreten Vorgehen erhalten Sie in einem meiner kommenden Beiträge.

 

Links

 

Bounce Rate: Die Absprungrate bei Einstieg

Definition

Ein Bounce ist ein Besuch auf einer Webseite mit nur einem einzelnen Seitenaufruf.

Ein Bounce wird auch häufig als 1-Klick Besuch (One Click Session) bezeichnet.
Die Bounce Rate ist der Anteil der Besuche mit Bounces an allen Besuchen.
Häufig wird auch der Begriff Bounce-Quote oder Absprungrate bei Einstieg verwendet.

Ein typischer Bounce sieht in etwa so aus:

  • ein Besucher öffnet Ihre Website im Browser, z.B. über einen Klick auf einen Link
  • der Besucher verlässt Ihre Website oder schließt den Webbrowser

Messung

Die Voraussetzung für die Bestimmung der Bounce Rate ist, dass Sie Besuche (Sessions) und Seitenaufrufe messen und diesen Zahlen vertrauen können.
Gelegentlich werden viele Bounces ausgewiesen, weil die Messung der Sessions über Cookies nicht funktioniert. Über die Bounces sagt das aber noch nichts aus. Die Messung ist schlecht, nicht die Bounce Rate.

Was bedeutet die Bounce Rate?

Wir sehen uns zunächst beide Größen, die in die Berechnung der Bounce Rate eingehen an:

  • Die Anzahl der Sessions (Besuche): Ein Maß für das Interesse Ihrer Besucher.
  • Die Anzahl der Seitenaufrufe: Ein Maß für die Interaktion mit Ihrer Website.

D.H. eine hohe Bounce Rate bedeutet: Es finden relativ viele Besuche ohne Interaktion statt. Eine niedrige Bounce Rate bedeutet: Es finden relativ viele Besuche mit Interaktion statt.

Welche Bounce Rate ist gut?

Je nachdem, wie Ihre Website funktioniert können Bounces absolut in Ordnung oder aber auch unerwünscht sein. Normale Werte liegen zwischen 15% und 95%. Man kann nicht ohne weiteres sagen was ein guter Wert ist. Das hängt sehr stark von der jeweiligen Website ab.

Beispiele

Blog:

Mein Blog bietet hauptsächlich Inhalte sehr grundlegender Art. Es wird zu den Inhalten kaum Meinungsverschiedenheiten geben. Ich provoziere nicht absichtlich und rechne daher auch nicht mit vielen Kommentaren. Mein durchschnittlicher Besucher sucht bei Google nach einem Thema, das in diesem Blog besprochen wird, findet meine Artikel, sieht seine Fragen beantwortet und verlässt die Seite wieder. Mission erfüllt!

Aus Sicht meines Blogs ist dieser Besuch ein Bounce. Und ich könnte dieses Blog sehr erfolgreich mit einer Bounce Rate von 90% betreiben.

Webshop:

Für einen Webshop, der den Großteil seines Web Traffics z.B. über Google Adwords oder andere Online-Marketing-Kanäle erzeugt, sind 90% Bounce Rate ein Alarmzeichen. Es ist klar, dass ein Einkauf im Shop nicht mit einem einzigen Seitenaufruf stattfinden kann. Auch Sekundärziele, wie die Registrierung für einen Newsletter können nicht mit einem einzigen Seitenaufruf erreicht werden.

Jeder Bounce im Web Shop weist darauf hin, dass primäre und sekundäre Ziele des Webshops, nämlich Umsatz, Kundenbindungung und Gewinn zu erzielen, nicht erreicht werden.

Wenn man für Traffic nicht bezahlt, mag das noch zu verschmerzen sein. Viele Shops kaufen Ihren Traffic ein. Jeder Bounce ist damit verlorener Gewinn. Bounces in Webshops kosten richtig Geld.

Interpretation

Zur Interpretation der einfachen Kennzahl Bounce Rate ist die Kenntnis der Hintergründe wichtig.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was sind die primären und sekundären Ziele einer Website?
  • Woher kommt der Traffic meiner Website?
  • Wie sieht die Bounce Rate einzelner Marketingkanäle oder sogar einzelner Landingpages aus?

Wenn Sie für Traffic zahlen, dann stellen Sie sich zusätzlich die Frage: „Wie hoch darf meine Bounce Rate maximal sein, damit ich noch Gewinn machen kann?“

Wie immer hängt hier alles mit allem zusammen – die Art Ihres Angebotes, Ihre Pläne, Konversionsrate, Bounce Rate, Kosten für Traffic usw…

Deshalb kann ich Ihnen an dieser Stelle keine Patentrezepte nennen.

Optimierung der Bounce Rate

Wenn Sie aber zu dem Schluss kommen, dass Sie etwas an Ihrer Bounce Rate ändern müssen, dann werden Sie aktiv! Optimieren Sie Ihre Bounce Rate.

  • Prüfen Sie ob Sie den richtigen Traffic kaufen
  • Prüfen Sie ob Ihre Website das richtige Angebot für das angesprochene Publikum ist
  • Prüfen Sie ob Ihre Website evtl. keine Interaktion möglich macht
  • Prüfen Sie ob Ihre Website mit allen aktuellen Browsern bedienbar ist
  • Prüfen Sie ob Ihre Website auf Ihr Publikum evtl. abschreckend wirkt
  • gesunder Menschenverstand schadet selten

Wenn Sie Schwächen erkannt haben, dann beseitigen Sie diese Schrittweise. Kontrollieren nach jedem Optimierungsschritt Ihren Erfolg und steuern Sie nach.

Viel Erfolg beim Optimieren der Bounce Rate. Ich freue mich auf Ihre Erfolgsmeldungen und Kommentare.