Was Web Analytics nicht leisten kann

Web Analytics oder die Webanalyse bezieht ihre Aussagen immer aus einer Messung von Ereignissen.

Das heißt es wird gemessen,

– dass etwas geschieht,
– wie etwas geschieht,
– in welcher Reihenfolge etwas geschieht
– wie häufig etwas geschieht
– usw. …

Dagegen kann das „Warum?“ durch die Webanalyse nur teilweise geklärt werden.

Technische Gründe für Ereignisse können häufig durch analytische Methoden gefunden werden, doch die Motivation von  Benutzern oder Kunden ist der Webanalyse nicht direkt zugängig.

Mit Hilfe der Webanalyse kann man Seitenaufrufe, Klicks und Requests messen. Analytiker können Texte begutachten und klassifizieren. Wir können das Verhalten der Menschen nach messen, z.B. dass jemand klickt oder dass jemand schreibt, nicht jedoch die Absichten desjenigen, der klickt oder schreibt.

Als Webanalytiker können wir zwar das Verhalten der Besucher einer Website interpretieren, müssen uns aber jederzeit darüber im Klaren sein, dass dies unsere Sicht der Dinge ist, unsere „Interpretation der Welt“, die durch Fakten zwar gestützt, aber nie vollständig belegt werden kann.

Es gilt stets klar die Fakten und die Interpretation der Fakten zu unterscheiden.

Häufig sind sich Analysten selbst nicht darüber klar, wo die gesicherte Erkenntnis aufhört und die Interpretation bzw. Häufig auch „intelligentes Raten“ anfängt.

Wir können keine Gedanken lesen!

 

(Bild by guitargoa Quelle: Stock.XCHNG)

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