ROI eines Produktvideos mit A/B Tests

Ein Blogger stellte kürzlich in einem Artikel dar, wie man mit Hilfe Besucher-Segmenten den ROI eines Produktvideos kalkulieren kann. Dafür definiert der Autor ein Segment mit Besuchern, die sich ein gesamte Produktvideo ansehen und ein anderes Segment mit Besuchern, die sich keine Produktvideos ansehen. Für beide Segment berechnet er durchschnittliche Umsätze je Besucher, daraus den Break Even Point und ROI.

Meiner Meinung nach sollte der ROI besser mit Hilfe von A/B Tests kalkuliert werden.

Warum?

Besucher-Segmente helfen dabei Besucher in bestimmte Klassen oder Gruppen einzuteilen.

Wir treffen dabei eine Aussage über Besucher. Im Beispiel des erwähnten Blog-Posts über Besucher, die Interesse an Produktvideos zeigen und über Besucher, die kein Interesse an Produktvideos zeigen – und deren jeweiligen Kaufneigung.

Wir wissen nun, dass Besucher, die genug Geduld haben sich ein ganzes Produktvideo anzusehen, mehr Interesse an einem Kauf zeigen und potentiell mehr Umsatz bringen als Besucher, die kein Interesse an Produktvideos zeigen.

Es würde sicherlich Sinn machen sich entsprechende Besucher zu verschaffen. Ohne Zweifel wäre dieser Traffic für uns wertvoller als Traffic von weniger kaufgeneigten Besuchern, die weniger Interesse an Produktvideos zeigen.

Wir erfahren durch die Segmentierung mehr über unsere Besucher und über die Qualität unseres Traffics.

Aber wir wissen nicht ob das Video zum Kauf verleitet hat oder ob die Besucher ohnehin eingekauft hätten.

Wie bekommen wir heraus, ob die Produktvideos tatsächlich einen positiven Einfluss auf das Verhalten unserer Besucher haben?

Mit A/B Tests. Das heißt wir zeigen der einen Hälfte der Besucher unseres Shops eine Variante des Shops mit Videos (Experimentalgruppe) und der anderen eine Variante ohne Videos (Kontrollgruppe). Welche Variante ein Besucher erhält ist dabei rein zufällig.

Bei beiden Gruppen von Besuchern erheben wir alle relevanten Informationen, wie die Anzahl der Besucher, der Besuche, die Konversionsrate und den Bestellwert.

Anhand der gesammelten Daten über beide Besuchergruppen werden beide Alternativen miteinander verglichen und geprüft, ob eine Investition in die Produktvideos Sinn macht.

Den ROI berechnen wir später mit der Differenz der Gewinne je Besucher beider Gruppen. Denn auch ohne Video machen wir Umsätze.

(Bild: easyvectors, http://www.freepik.com)

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